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Porträt

Litar ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Zürich. Litar konzipiert und fördert Projekte in den Bereichen Literatur, literarische Übersetzung und Medien: Veranstaltungen, Publikationen, Ausstellungen. Die Projekte werden allein oder in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen durchgeführt. Litar nimmt keine Fördergesuche entgegen.

Ein Hauptzweck der Stiftung ist die Förderung des Übersetzerhauses Looren im Zürcher Oberland. Seit 2018 hat Litar eine Geschäftsstelle und entwickelt ein eigenes Programm.

 

Zeitschrift Cabaret Voltaire, 1916

Else Lasker-Schüler, „Die Königin“. Für Kete Parsenow, 1910

Projekte

Weltenweit 
Literatur der Jenischen, Sinti und Roma

 

Jenische und Sinti sind, im Unterschied zu den Roma, seit 2016 als nationale Minderheiten der Schweiz anerkannt. Ihre Kultur ist reich – doch kaum bekannt. Unter dem Titel Weltenweit führt Litar 2019/20 eine Reihe von Veranstaltungen zu Kultur und Literatur der Jenischen, Sinti und Roma durch.

Herunterladen Programm Weltenweit

Festival Weltenweit (5./6. April 2019)

Als Auftakt fand im Kulturhaus Kosmos in Zürich das Festival Weltenweit statt. Im Vorfeld des Internationalen Tages der Roma (8. April). Das Programm des Festivals und Impressionen der Fotografin Ayse Yavas finden Sie hier

Der Publikumsandrang war gross, das Medienecho auch:

Neue Zürcher Zeitung, 5.4.2019, Porträt Isabella Huser
Tages Anzeiger, 5.4.2019, Was wünschen sich Schweizer Roma, Sinti und Jenische?
Radio SRF 2, Kultur kompakt, 6.4.2019, Aktuelle jenische Literatur (Interview Christa Baumberger)
Radio SRF, Echo der Zeit, 7.4.2019, Vorurteile gegen Roma (Interview  Klaus Michael Bogdal)
La Regione, 11.4.2019, Con le radici per aria
Scharotl, Zeitschrift der Radgenossenschaft, Juni 2019, Kulturfestival über jenische Literatur
 

Video Festival Weltenweit

Weltenweit – Eröffnungsabend am 5. April 2019

Performance Roma Jam Session art Kollektiv und Musik von Romani Zor

Einführung und Präsentation Mariella Mehr: Christa Baumberger, Litar

Vernissage Mariella Mehr fröhlich verwildern, mit Regula Malin (SJW-Verlag), Christa Baumberger (Litar) und Isabel Peterhans (Illustratorin)

Lesung von Lilly Friedrich (Schauspielerin) und Christian Mehr

 

Damian Le Bas, Crisis Time / Refugee Could Be You Could Be Me, 2016 | Galerie Kai Dikhas,  Diego Castellano Cano

 

Weltenweit
Nächste Veranstaltungen

 

Sa 12. Oktober 2019, ab 13.30 Uhr

4. Jenischer Kulturtag Innsbruck

Die jenischen Kulturtage wenden sich gegen das Vergessen und machen die jenische Gegenwart sichtbar. Sie setzen sich für die teils vergessenen und verschwiegenen, teils noch lebendigen Traditionen ein und vermitteln jenische Kultur jenseits von Stereotypen und der Romantisierung der fahrenden Lebensweise. Das diesjährige Programm umfasst Lesungen, Musik, Generationengespräche, eine Ausstellung und künstlerische Installation.  Ein Schwerpunkt ist dem Vinschgau und seiner Geschichte gewidmet. 

Das detaillierte Programm finden Sie in Kürze hier

Kulturbackstube, die Bäckerei
Dreiheiligenstrasse 210, 6020 Innsbruck (Österreich)
Freier Eintritt

Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten Tirol, in Kooperation mit Litar 

 

Do 12. Dezember 2019, 14-16 Uhr

Atelier Litera | Workshop zu Mariella Mehr

Das Atelier Litera richtet sich an schreibinteressierte Schülerinnen und Schüler der Primar- und Oberstufe. Die Teilnehmenden verfolgen eigene Schreibprojekte und setzen sich mit aktuellen Themen und Texten auseinander. Das Atelier Litera ist Teil des schulischen Begabungsförderprogramms und wird in Zusammenarbeit mit dem Aargauer Literaturhaus durchgeführt.

Auf Einladung von Svenja Herrmann, Lyrikerin und Leiterin des Atelier Litera, gibt Litar einen Workshop zu Mariella Mehr und zu jenischer Literatur und Geschichte in der Schweiz.

Aargauer Literaturhaus, Lenzburg
Interne Veranstaltung

Weitere Informationen zum Atelier Litera finden Sie hier

Kooperation mit dem Aargauer Literaturhaus 

 

Veranstaltungsarchiv

Zum Archiv der vergangenen Veranstaltungen gelangen Sie hier.

 

Damian Le Bas, ohne Titel | Foto: Galerie Kai Dikhas, Diego Castellano Cano

Galerie Litar

Litar geht auf literarische Spurensuche.

Plakate und Aufschriften genauso wie Kunst im Stadtraum sind für alle sichtbar – und bleiben doch häufig unbemerkt. Litar zeigt ausgewählte Schriftbilder und Sprachkunst aus dem öffentlichen Raum.

Die Fotoserien werden begleitet von einem kurzen Text. Sie werden in loser Folge in der digitalen Galerie Litar präsentiert.

Lawrence Weiner | Courtesy the artist and Mai 36 Galerie Zurich. Fotos: Christa Baumberger

  Lawrence Weiner "Ball bearings or round stones …"

Bellevue, Helvetiaplatz, Limmatplatz – drei stark frequentierte Plätze mitten in Zürich.  Tausende Passanten überqueren sie täglich, kaum jemand sieht auf den Boden. Auf jedem der Plätze sind jedoch drei Stahlplatten in den Asphalt eingelassen. Auf Deutsch, Englisch und Italienisch heisst es da:

 

// Kugellager oder runde Steine zum Rollen gebracht ausserhalb was ist //

// Ball bearings or round stones made to roll outside of what there is //

// Cuscinetti a sfera o ciottoli levigati fatti rotolare al di fuori da ciò che è //


Das dreiteilige Werk stammt vom US-amerikanischen Konzeptkünstler Lawrence Weiner (*1942). Er verwendet mit Vorliebe Sprache als künstlerisches Material. Aus Wörtern und Sätzen destilliert er Aussagen,  die in ihrer Kürze und Offenheit zum Nachdenken anregen. Seine Sprachbilder treten in einen Dialog mit der Umgebung und den Menschen. Der Künstler übersetzt selber, er folgt dabei nicht den gängigen Sprachregeln, sondern den Regeln seiner eigenen Kunst. Damit fordert er unser Verstehen heraus.

Weiners Werk lädt ein, für einen kurzen Augenblick innezuhalten. Es stellen sich Fragen: Verfolge ich den geraden Weg und gehe darüber hinweg oder weiche ich aus? Wohin führt dieser Schritt? Und welche 'runden Steine' bringen etwas ins Rollen? 

Weiner setzt etwas in Bewegung: Gedanken, Beine oder eben Steine.

Sein Werk bringt die Ziele von Litar anschaulich zum Ausdruck: abseits vom Etablierten kleine und grosse Steine ins Rollen bringen und damit etwas bewegen. Das Übersetzen als eigenständige künstlerische Leistung verstehen. Und der Sprache und Mehrsprachigkeit im Alltag einen künstlerischen Wert geben.

Geschäftsstelle Litar © Ayse Yavas

Kontakt

Die Geschäftsstelle von Litar befindet sich mitten im Kreis 4 in Zürich, an der Gartenhofstrasse 27. Eine symbolträchtige Strasse.

Nur einige Häuser weiter eröffnete Leonhard Ragaz Anfang der 1920er Jahre ein Zentrum für Arbeiterbildung. Und Clara Ragaz-Nadig engagierte sich in der internationalen Frauenbewegung. Gemeinsam widmeten sie sich seit dem Ersten Weltkrieg der Friedensarbeit.

Litar

Gartenhofstrasse 27, CH-8004 Zürich
Telefon +41 44 291 99 00
info@litar.ch
Dr. Christa Baumberger
Geschäftsleiterin

 

Foto: Ayse Yavas

 Christa Baumberger © Ayse Yavas