Porträt

Litar – ein Ort für Literatur und ihre Vermittlung. In der Galerie Litar in Zürich finden regelmässig Ausstellungen und Veranstaltungen zu literarischen Themen statt. Litar realisiert zudem Publikationen und Projekte im Bereich Literatur, Übersetzung und Medien.

Litar will Akzente setzen, Neues entdecken und wenig Bekanntes ins Gespräch bringen. Dazu arbeitet Litar mit Programmen, die über mehrere Jahre laufen und unterschiedliche Formate umfassen. Die Projekte werden allein oder in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen durchgeführt.

Die Stiftung Litar ist gemeinnützig; sie nimmt keine Fördergesuche entgegen.

 

Newsletter

Wir freuen uns über Ihr Interesse an Litar. Unser Newsletter berichtet über laufende Projekte und Veranstaltungen. Der Newsletter wird vier- bis sechsmal pro Jahr versandt und kann jederzeit wieder abbestellt werden.

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Programme

Litar setzt auf thematische Programme, die über mehrere Jahre laufen. Das Ziel ist, literarische Inhalte jenseits der bekannten Pfade zu erkunden. In einer schnelllebigen Welt nimmt sich Litar Zeit für eine vertiefte Auseinandersetzung mit einem Thema, damit es sich regional, national und international entfalten und weit über das jeweilige Programmfeld hinaus wirken kann.

litafrika
Ausstellungstrilogie 2022–2024
Litar | Strauhof Zürich

Litar und der Strauhof Zürich widmen den Literaturen aus dem afrikanischen Kontinent die Ausstellungstrilogie «litafrika» (2022–2024). Eine schrittweise Annäherung an ‹Afrika›: aus unterschiedlichen Blickwinkeln, vielfältig und im engen Dialog mit Partnerinnen und Partnern aus Côte d’Ivoire, Ghana, Kenia, Südafrika und weiteren Ländern. Im Sinne eines partizipativen Prozesses nimmt jeder Teil die Ergebnisse der vorangegangenen Ausstellung auf und setzt einen neuen Schwerpunkt.

Ausstellungen

litafrika – Poesien eines Kontinents
3. Juni bis 4. September 2022 | Strauhof Zürich

Ausgangspunkt der ersten Ausstellung war die monumentale Anthologie «Afrika im Gedicht» (Zürich 2015) des Schweizer Journalisten und Theologen Al Imfeld. Exemplarische Gedichte wurden im Raum inszeniert, der Bogen spannte sich von postkolonialen Klassikern bis zur aktuellen Slam- und Spoken-Word-Szene. Die Ausstellung wurde von Christa Baumberger und Rémi Jaccard kuratiert. Mehr... 


litafrika, Teil 2
Strauhof Zürich, Juni – September 2023

Die zweite Ausstellung nimmt die aktuellen Literaturszenen des afrikanischen Kontinents in den Blick. In einer Serie von «artistic encounters» reagieren bildende Künstler:innen, Schauspieler:innen und Musiker:innen auf ausgewählte Romane. Die Ausstellung ist so konzipiert, dass sie auch auf dem Kontinent gezeigt werden kann. Die Ausstellung wird von Zukiswa Wanner (Südafrika/Kenia) kuratiert.
 

litafrika, Teil 3
Strauhof Zürich, Juni – September 2024

Die dritte Ausstellung wird im Verlauf des Projektes gemeinsam entwickelt.
 

Reader «litafrika – Poesien eines Kontinents | Poetries of a Continent»
Herausgegeben von Christa Baumberger und Rémi Jaccard, Zürich 2022.
Gestaltet von Rahel Arnold.
Mit Texten und Bildern aus und zu der Ausstellung.
Reader Deutsch und Englisch. Gedichte in Originalsprachen und deutscher Übersetzung.
Info und Bestellung: info@strauhof.ch

litafrika. Poesien eines Kontinents


Anthologie «Afrika im Gedicht»
Herausgegeben von Al Imfeld, Münster Verlag, Zürich 2015.
Gedichte in Originalsprachen und deutscher Übersetzung.
Info und Bestellung: Münster Verlag

 

Medienecho zu litafrika, Teil 1

«unbedingt einen Besuch wert»
tsri.ch, 4.7.2022

«Das eigentlich Spannende an dieser Lyrik-Gala ist die Möglichkeit, die Gedichte von den Autoren per Bild und Ton in der Originalsprache vorgelesen zu bekommen. Das Poem kann man gleichzeitig auf dem Bildschirm in deutscher Übersetzung mitlesen. Ein berührendes Erlebnis, das einen sofort gefangen nimmt und tief in die Welt afrikanischer Verfasstheiten eintauchen lässt.»
Wolfgang Holz, kath.ch, 29.6.2022

«Selten konnte man (ohne Reisen) afrikanischer Dichtung näher kommen als in der zusammen mit der Litar-Stiftung kuratierten Ausstellung – wer sie besucht, sollte allerdings Zeit mitbringen. Es lohnt sich, die Aufnahmen zu hören, sich von Station zu Station voranzutasten in ein unglaublich vielfältiges literarisches Universum.» 
Manuel Müller, Neue Zürcher Zeitung, 20.06.2022

«Die Ausstellung wartet mit einer Vielzahl von afrikanischer Lyrik auf, aus den verschiedensten Ländern Afrikas von Kenia bis Tunesien, der Besuch ist faszinierend, weil die Ausstellung Einblick gibt in eine Welt, die nahezu unbekannt ist.» 
Felix Münger, SRF 2 «Kultur kompakt», 20.06.2022 (ab 09:40 Min)

«Die Ausstellungskuratoren Rémi Jaccard und Christa Baumberger präsentieren im Strauhof ein begehbares Archiv mit Korrespondenz und Zeitungsartikel aus Imfelds umfangreichem Nachlass. Allein schon in der vorgenommenen Auswahl künden die Dokumente dieses Gedächtnisspeichers von dem arbeitsreichen Engagement und Idealismus.»
Torbjörn Bergflödt, Südkurier, 09.06.2022

 

Pro Helvetia «To-gather» 2022–2024

Pro Helvetia unterstützt «litafrika» über die gesamte Dauer im Programm «To-gather». Dieses Fördergefäss ermöglicht neue interkontinentale Kollaborationen und den Aufbau langfristiger Netzwerke. Das Ziel ist, den Austausch zwischen Kulturen gleichberechtigter und nachhaltiger zu gestalten und neue Formen der Zusammenarbeit zu erproben.

 

Artikelsammlung Al Imfeld

Die Artikelsammlung des Schweizer Theologen und Afrikajournalisten Al Imfeld umfasst Zeitungsartikel zu den Literaturen des gesamten afrikanischen Kontinents von 1960 bis 2014. Die Sammlung ist bei Litar auf Voranmeldung einsehbar.
Artikelsammlung Al Imfeld: Inventar
Kontakt: info@litar.ch
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Nachträglich aus der Gründungsgeschichte der Schweiz getilgt: Im Tagebuch (ab 1827) des in Borneo dienenden Louis Wyrsch wurden die Einträge über seine einheimische ‹Haushälterin› Ibu Silla herausgeschnitten. | Digitalisat: Bernhard C. Schär, Rechte: Staatsarchiv Nidwalden

Stimmlos

Welche Stimmen hören wir und wem wird die Stimme versagt? Litar gibt Autorinnen und Autoren eine Stimme, die aus verschiedenen Gründen zu wenig gehört wurden. Manche waren in Anstalten interniert, administrativ versorgt oder sogar entmündigt. Andere haben sich ins Schweigen zurückgezogen und sind irgendwann verstummt. Geblieben sind schriftliche Spuren, Erzählungen und Romane, Lebensdokumente und manchmal auch bildnerische Werke. Das Programm «Stimmlos» versteht sich als ein Verstärker: Es folgt den leisen Stimmen, gibt Unerhörtem einen Raum und präsentiert Geschichten, die noch gar nicht aufgeschrieben sind.

Eine Installation in der Galerie Litar macht das Thema «Stimmlos» sinnlich erfahrbar. In einer begehbaren Zelle werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. Es erklingen Stimmen, kombiniert mit Bildern, Fotografien und Filmen. Die Enge der Zelle lädt ein, Gedankengrenzen zu überschreiten.

Mehr Informationen zur Installation unter Galerie Litar.
 

Schreiben, Filmen, Denken: Peter Liechti

Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti»
Galerie Litar Zürich, 08.10.–03.12.2022

Die Ausstellung «Aus der Stille ... Peter Liechti» ist eine leise Hommage an den herausragenden Schweizer Filmkünstler und Autor Peter Liechti (1951–2014). Schreibend, denkend und filmend war er den Grundfragen der menschlichen Existenz auf der Spur. Eine Installation aus Filmen und Texten gibt Einblick in Liechtis künstlerischen Kosmos und zeigt ihn auch als subtilen Autor mit einer grossen Affinität zu Franz Kafka und Robert Walser. Mehr…
 

Vernissage

Fr 7. Oktober 2022, 17.00–20.00 Uhr
Mit Ansprachen von Jolanda Gsponer und Christa Baumberger. Lesung aus Peter Liechtis Texten von Miriam Japp.
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Mit Worten malen: Adelheid Duvanel

Lange ein Geheimtipp, gilt Duvanel spätestens seit dem grossen Erzählband «Fern von hier» (Limmat Verlag 2021) als eine der bedeutendsten Schweizer Autorinnen. In der Galerie Litar richteten wir für Adelheid Duvanel eine Zelle ein, mit «Wänden, dünn wie Haut». Ein intimes Universum aus Worten und Klängen, das auch Einblick in ihr bildnerisches Schaffen bot.

Die Ausstellung, die vom 30. Oktober bis 11. Dezember 2021 in der Galerie Litar zu sehen war, zeigte Adelheid Duvanel (1936–1996) in ihrer Doppelbegabung: als Schriftstellerin und Künstlerin. Lange ein Geheimtipp, gilt sie heute als eine der wichtigsten Autorinnen der Schweiz. Ihr Werk ist eine Entdeckung: poetisch, surreal und von grosser Radikalität. Mehr…
 

Publikationen

Adelheid Duvanel «Fern von hier». Sämtliche Erzählungen 
Herausgegeben von Elsbeth Dangel-Pelloquin und Friederike Kretzen. Limmat Verlag, Zürich 2021
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Narr #33 Adelheid Duvanel
Herausgegeben von Lukas Gloor und Friederike Kretzen. Das Verlag, Basel 2021
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Stimmkünstler Friedrich Glauser 

Friedrich Glauser (1896-1938) gehört heute zu den bedeutendsten Schweizer Autoren des 20. Jahrhunderts. Zu Lebzeiten aber hatte er Mühe, Gehör zu finden. Rund zehn Jahre – fast ein Viertel seines Lebens – in Anstalten interniert, waren Briefe sein Weg zur Aussenwelt. In ihnen entwickelte er sich zu einem Stimmkünstler, der mit tausend Zungen reden konnte. 

Zu seinem 125. Geburtstag erteilen wir Friedrich Glauser das Wort: mit Veranstaltungen und verschiedenen Publikationen. Die Installation «Friedrich Glausers Zelle», die vom 28. Mai bis 10. Juli 2021 in der Galerie Litar gezeigt wurde, machte den Stimmkünstler Glauser hörbar. Mehr…
 

Publikationen

Friedrich Glauser «Jeder sucht sein Paradies...». Briefe, Berichte, Gespräche
Herausgegeben von Christa Baumberger. Limmat Verlag, Zürich 2021
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Einblick in die Publikation
Ausgewählte Briefe und Dokumente zeigen den Stimmkünstler Friedrich Glauser.
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Friedrich Glauser « Chacun cherche son paradis... ». Correspondance choisie
Herausgegeben von Christa Baumberger und Lionel Felchlin. Übersetzung von Lionel Felchlin. Editions d'en bas, Lausanne 2021
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Friedrich Glauser «Die Verschwundene». Novelle
Illustrationen von Sabine Rufener und Nachwort von Christa Baumberger. SJW-Verlag, Zürich 2021
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Damian Le Bas, Crisis Time / Refugee Could Be You Could Be Me, 2016 | Foto: Kai Dikhas, Diego Castellano Cano

Weltenweit 
Literatur der Jenischen, Sinti und Roma

Unter dem Titel «Weltenweit» rückt Litar seit 2019 die Literatur und Kultur der Jenischen, Sinti und Roma in den Mittelpunkt. Jenische und Sinti sind seit 2016 als nationale Minderheiten der Schweiz anerkannt. Die Roma kämpfen immer noch für ihre Anerkennung in der Schweiz. Die Kulturen dieser Minderheiten sind reich und vielfältig – doch sind sie kaum bekannt. Deshalb organisierte Litar das Festival «Weltenweit» im Kosmos Zürich (5./6. April 2019). Zum ersten Mal in der Schweiz stand die Literatur und Kultur von Jenischen, Sinti und Roma im Mittelpunkt eines Festivals. Seither führt Litar an diversen Orten in der Schweiz und in Österreich Lesungen, Workshops, Lehrveranstaltungen und Podien durch, allein oder in Kooperation mit Institutionen wie RomArchive, Initiative Minderheiten Tirol und Radgenossenschaft.
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Agenda

Fr 7. Oktober 2022 | 17.00–20.00 Uhr
Aus der Stille ... Peter Liechti
Vernissage
Galerie Litar Zürich

18 Uhr Ansprachen Jolanda Gsponer und Christa Baumberger. Lesung aus Peter Liechtis Texten von Miriam Japp.
Im Anschluss Apero und Marroni.

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Sa 8. Oktober – Sa 3. Dezember 2022
Aus der Stille ... Peter Liechti
Ausstellung
Galerie Litar Zürich

Die Ausstellung «Aus der Stille ... Peter Liechti» ist eine leise Hommage an den herausragenden Schweizer Filmkünstler und Autor Peter Liechti (1951–2014). Eine Installation aus Filmen und Texten gibt Einblick in Liechtis künstlerischen Kosmos und zeigt ihn als subtilen Autor mit grosser Affinität zu Franz Kafka und Robert Walser.

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So 9. Oktober 2022 | 11.00 Uhr
«Hans im Glück – Drei Versuche, das Rauchen loszuwerden»
Film-Matinee
Kino Riffraff Zürich

«Hans im Glück» (2003) ist die Geschichte von einem, der auszieht, um das Rauchen loszuwerden. Filmvorführung mit einer Einführung von Marcy Goldberg, Filmwissenschaftlerin.
Im Rahmenprogramm zur Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti».

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So 23. Oktober 2022 | 11.00 Uhr
«Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern»
Film-Matinee
Kino Riffraff Zürich

«Vaters Garten» (2013) ist das Protokoll einer späten Wiederbegegnung des Regisseurs mit seinen alten Eltern. Im Anschluss Gespräch mit Tania Stöcklin, Filmeditorin.
Im Rahmenprogramm zur Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti».

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Mi 2. November 2022 | 20.00 Uhr
«Das Summen der Insekten (The Sound of Insects) – Bericht einer Mumie»
Galerie-Kino Litar
Galerie Litar Zürich

«Das Summen der Insekten» ist ein filmisches Manifest für das Leben – herausgefordert durch den radikalen Verzicht darauf.

Im Rahmenprogramm zur Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti».

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Di 8. November 2022 | 19.00–21.00 Uhr
Lesekreis Litar und Viceversa | Kreis #04
«Geschichte eines Lebens» 
Litar Zürich

Am vierten und für 2022 letzten Lesekreis sprechen wir über Aharon Appelfelds «Geschichte eines Lebens» (2005).

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Fr 11. November 2022 | 20.00 Uhr
Konzert Norbert Möslang und Christian Weber 
Galerie Litar Zürich

Norbert Möslang, Electronics, und Christian Weber, Kontrabass, experimentieren und improvisieren.

Im Rahmenprogramm zur Installation «Aus der Stille ... Peter Liechti».

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Sa 3. Dezember 2022 | 13.00–17.00 Uhr
Aus der Stille ... Peter Liechti
Finissage
Galerie Litar Zürich

Ab 13 Uhr Open House
14 Uhr Gespräch mit Marco Baschera, Literaturwissenschaftler, David Wegmüller, Filmkurator und Herausgeber, und Christa Baumberger (Moderation). Präsentation des Bandes «Peter Liechti. Personal Cinema», Scheidegger & Spiess, 2022.

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Vergangene Veranstaltungen finden Sie hier.

Galerie Litar

Die Galerie Litar zeigt Ausstellungen und führt Veranstaltungen und Workshops durch.

Öffnungszeiten (ab 8. Oktober 2022)

Mi | Fr 14–18 Uhr
Sa 13–16 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Letzistrasse 23, 8006 Zürich
info@litar.ch | Tel. 044 291 99 00

Filmstill Peter Liechti, «GRIMSEL – Ein Augenschein», Liechti Filmproduktion, 1990.

Kommende Ausstellung

Aus der Stille ... Peter Liechti
8. Oktober bis 3. Dezember 2022

Die Ausstellung «Aus der Stille ... Peter Liechti» ist eine leise Hommage an den herausragenden Schweizer Filmkünstler und Autor Peter Liechti (1951–2014). Schreibend, denkend und filmend war er den Grundfragen der menschlichen Existenz auf der Spur. In Filmen wie «Signers Koffer», «Vaters Garten», «Hans im Glück» und «The Sound of Insects» hat er das Verhältnis von Leben und Tod, die Beziehung zu den Eltern und das eigene Dasein in der Welt ergründet. Radikal subjektiv, mit feinem Humor und Sinn für die Poesie des Alltags.

Eine Installation aus Filmen und Texten gibt Einblick in Liechtis künstlerischen Kosmos: Sprache, Bilder und Musik fügen sich zu einer «Symphonie aus Wirklichkeitsfragmenten». Ein bildnerisches Originalwerk sowie erstmals ausgestellte Logbücher mit Skizzen und Notizen zeigen Peter Liechti auch als subtilen Autor mit grosser Affinität zu Robert Walser und Franz Kafka.

Vernissage
Fr 7. Oktober 2022, 17–20 Uhr
Ansprachen von Jolanda Gsponer, Liechti Filmproduktionen und Christa Baumberger, Leitung Litar und Kuratorin. Miriam Japp liest aus Texten von Peter Liechti.
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Rahmenprogramm 
Filmprojektionen im Kino Riffraff und bei Litar mit Beiträgen von Marcy Goldberg und Tania Stöcklin, Konzert von Norbert Möslang und Christian Weber sowie Diskussionsrunde mit Marco Baschera und David Wegmüller.

Installation: 8. Oktober bis 3. Dezember 2022
Kuration: Christa Baumberger, Litar 
Filme: Peter Liechti
Stimme: Miriam Japp
Œil extérieur: Jolanda Gsponer
Audio und Montage: Pascal Nater, Jörg Hüssy
Szenografie: Klauser Lienhard Design Studio
Gestaltung Edition Litar: Rahel Arnold

Publikationen
Zur Ausstellung erscheint: «Aus der Stille ... Peter Liechti» | Edition Litar 01
Mit einem Essay von Marco Baschera

Peter Liechti. Personal Cinema. Herausgegeben von David Wegmüller und Hannes Brühwiler, Scheidegger & Spiess, Zürich 2022.
Info und Bestellung: Scheidegger & Spiess

 

Öffnungszeiten (ab 8. Oktober 2022)

Mi | Fr 14–18 Uhr
Sa 13–16 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Letzistrasse 23, 8006 Zürich
info@litar.ch | Tel. 044 291 99 00

Bisherige Ausstellungen

Adelheid Duvanels Himmel
30. Oktober bis 11. Dezember 2021 | Galerie Litar

Die Ausstellung zeigte Adelheid Duvanel (1936–1996) in ihrer Doppelbegabung: als Schriftstellerin und Künstlerin. Lange ein Geheimtipp, gilt sie heute als eine der wichtigsten Autorinnen der Schweiz. Ihr Werk ist eine Entdeckung: poetisch, surreal und von grosser Radikalität.

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Friedrich Glausers Zelle
28. Mai bis 10. Juli 2021 | Galerie Litar

Heute gehört er zu den bedeutendsten Schweizer Autoren des 20. Jahrhunderts. Zu Lebzeiten aber hatte er Mühe Gehör zu finden. Die begehbare Installation «Friedrich Glausers Zelle» gab dem Autor eine Stimme und ermöglichte zu seinem 125. Geburtstag eine persönliche Begegnung.

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Trouvaille

Litar geht auf literarische Spurensuche.

Plakate und Aufschriften genauso wie Kunst im Stadtraum sind für alle sichtbar – und bleiben doch häufig unbemerkt. Litar zeigt ausgewählte Schriftbilder und Sprachkunst aus dem öffentlichen Raum. Die Trouvaillen werden in loser Folge auf der Webseite von Litar präsentiert. Die Fotoserien werden begleitet von einem kurzen Text.

Fotografien Esther Kempf, Schweiz, 2013.

Esther Kempf
Streifzüge | Schweiz

«Man braucht nicht viel Besonderes zu sehen. Man sieht so schon viel …», heisst es bei Robert Walser. Unter allen Schweizer Autor:innen ist er der wohl berühmteste Spaziergänger. Gut möglich, dass die Zürcher Künstlerin Esther Kempf (*1980) Robert Walser im Ohr hatte, als sie sich zu Streifzügen durch Zürich und in die Schweizer Provinz aufmachte. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich mit der menschlichen Wahrnehmung: Wie wir unsere Umgebung sehen, verstehen und benennen. Besondere Wichtigkeit hat dabei die Sprache; auf originelle Weise führt sie die Mehrdeutigkeit von Wörtern vor. Die hier gezeigte Fotoserie von 2013 versammelt Ortstafeln, Strassenschilder, Werbeplakate und Firmenschilder. Und siehe da: Der öffentliche Raum ist bevölkert mit Autorinnen und Autoren.

Die Gebrüder Grimm, die im 19. Jahrhundert die deutschen Lande auf der Suche nach Märchen und dem deutschen Wortschatz durchstreiften, sind heute mit dem Lastwagen unterwegs. Der Feuilletonist Joseph Roth (1894-1939), der während zehn Jahren in Hotels lebte und vorwiegend in Cafés schrieb, lässt nun sinnigerweise auf Baustellen Schönes entstehen. Das Ortsschild «Schwarzenbach» birgt sogar einen doppelten Bezug: Es lässt an die Schweizer Schriftstellerin und Journalistin Annemarie Schwarzenbach (1908-1942) denken, die in den 1930er Jahren als eine der ersten Frauen weite Asienreisen unternahm und nach der Machtübernahme Hitlers aus dem besetzten Österreich berichtete. Es verweist aber auch auf eine der umstrittensten Schweizer Abstimmungen im 20. Jahrhundert: die Überfremdungsinitiative von James Schwarzenbach vom 7. Juni 1970. Das Pflanzencenter mit der Davidstatue von Michelangelo treibt mit Urs Widmer (1938-2014) auch seinen üppigen Roman «Im Kongo» (1996) wieder ins Bewusstsein. Der wohl drängendste politische Zeitbezug äussert sich allerdings beim Werkzeuggeschäft Brecht: Es lässt an Bertolt Brecht (1898-1956) und sein Stück «Das Leben des Galilei» denken, in dem es heisst: «(…) und eure neuen Maschinen mögen nur neue Drangsale bedeuten.» Ein zeitloses Stück über Machtmissbrauch durch Ideologie und Religion, über Wissenschaftsfeindlichkeit, Verschwörungstheorien und Populismus, der absolute Wahrheiten setzt.
 

Esther Kempf: Schriftstellerinnen  und Schriftsteller im öffentlichen Raum, 2013.
Die Serie von 11 Postkarten kann bezogen werden bei: esther.kempf@gmail.com
estherkempf.com
Zu Brecht empfehlen wir den multimedialen Essay von Stephan Suschke: «Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung. Ein kleines Lehrstück über Wahrheit, Glaube und Macht», in: Deutschland Archiv, 20.01.2021.

Archiv

Philipp Schütz
Schilderbilder | Hargeysa 

Handgemalte Schilder sind allgegenwärtig in Hargeysa, der grössten Stadt in Somaliland. Die Gemälde sind sorgfältig gestaltet und virtuos ausgeführt – ein offener Mund, der Zähne zeigt, flatternde Geldscheine, dampfende Teller, frisches Obst, eine Kühltruhe und die darin verwahrten Getränke.

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Fernando Oreste Nannetti
«Buch aus Stein» | Volterra 

Ein steinernes Buch – ein einmaliges Werk, rätselvoll und vergänglich. Fernando Oreste Nannetti (1927-1994) hat es im Innenhof der psychiatrischen Klinik von Volterra in die Fassade geritzt.

Heute sind die Mauerinschriften fast gänzlich abgeblättert.

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Flugblattkunst 1980 | Zürich

Zürich 1980: Eine Stadt in Aufruhr, die Jugendlichen protestieren und fordern, fordern, fordern – Freiraum, Lebensraum, Kunstraum. Sie wollen alles, und zwar subito!

Lange vor dem Dauerrauschen in Social-Media-Kanälen sind Flugblätter das Sprachrohr der 80er-Bewegung.

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Katharina Cibulka
«Solange» | Wien, Innsbruck, Rabat

Wie steht es um die Gleichberechtigung? Für das interaktive Kunstprojekt «Solange» greift die Künstlerin Katharina Cibulka (*1975) zum Kabelbinder und stickt ihre Slogans auf die Gerüstnetze von Grossbaustellen rund um die Welt.

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Thomas Hirschhorn
«Robert Walser-Sculpture» | Biel

Robert Walser anders lesen: Thomas Hirschhorn (*1957) machte es im Sommer 2019 möglich. Er baute in Biel aus Sperrholz, Klebband und mit unzähligen Walser-Texten eine «Robert Walser-Sculpture». Eine einzigartige Hommage an den grossen Bieler Autor. 

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Lawrence Weiner
«Ball bearings or round stones …» | Zürich

Der US-amerikanische Konzeptkünstler Lawrence Weiner (1942-2021) setzte Gedanken, Beine und Steine in Bewegung. Das dreisprachige Werk befindet sich an drei öffentlichen Plätzen in Zürich. Es bringt die Ziele von Litar anschaulich zum Ausdruck.

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Kontakt

 

Die Stiftung Litar hat ihren Sitz an der Letzistrasse 23, 8006 Zürich. Regelmässig finden bei Litar Ausstellungen und Veranstaltungen statt.

So erreichen Sie Litar: 
- Tram 10 vom Hauptbahnhof Zürich bis Haltestelle Letzistrasse (10 Min)
- Tram 10 vom Flughafen Zürich bis Haltestelle Letzistrasse (20 Min)
- Tram 9 vom Bellevueplatz bis Haltestelle Letzistrasse (10 Min)

 

Galerie Litar 2020, Foto: Zeljko Gataric

Litar

Letzistrasse 23, CH-8006 Zürich
Telefon +41 44 291 99 00
info@litar.ch
www.litar.ch

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Team

Christa Baumberger
Leitung

Christa Baumberger, Dr. phil., verantwortet das Programm. Als Literaturwissenschaftlerin, Kulturpublizistin und Kuratorin hat sie viel Erfahrung in der Leitung von Kulturprojekten. Seit 2022 ist sie Jury-Mitglied der Schweizer Literaturpreise des BAK. Von 2017 bis 2022 war sie Teil des Aargauer Kuratoriums (Vorsitz Literatur und Kuratorin Theater&Tanz). Stiftungsrätin der Christoph Geiser-Stiftung, Mandate als Moderatorin und Kuratorin.

Melissa Caflisch
Koordination und Kommunikation

Melissa Caflisch ist bei Litar für Koordination und Kommunikation zuständig. Nach dem Studium der Japanologie war sie in den letzten Jahren für die Öffentlichkeitsarbeit mehrerer kultureller Institutionen verantwortlich, etwa dem Festival CULTURESCAPES und zuletzt bei den Festspielen Zürich. Neben ihrem Engagement für Litar arbeitet sie für das Völkerkundemuseum der Universität Zürich.

Nicole Schmid
Assistenz

Nicole Schmid ist Assistentin im Projekt «litafrika» und im laufenden Betrieb von Litar. Neben ihrem Engagement für Litar ist sie im interkulturellen Verein voCHabular tätig. Während ihres Studiums der Literaturwissenschaft hat sie im Strauhof bereits diverse Einblicke in die Konzeption, Umsetzung und Kommunikation von Literaturausstellungen und -veranstaltungen erhalten. 

Fotos Team: Ayse Yavas