Upcoming Events
Do 9. April 2026 | 19.00–21.00 Uhr
Pionierinnen – Generationengespräche #01
Feministische Verlage: mit Liliane Studer und Jil Erdmann
Galerie Litar Zürich
Wir laden zur Tavolata in die Galerie Litar ein. Eine lockere Tischrunde mit wechselnden Gästinnen, Generationengesprächen und Gerichten. Der Auftakt der neu lancierten Veranstaltungsreihe ist der publizistischen Wiege vieler Autorinnen gewidmet, feministischen Verlagen.
Mit Liliane Studer und Jil Erdmann sind zwei Frauen zu Gast, die an vorderster Front von feministischen Verlagen stehen oder standen: in den 90er-Jahren im eFeF-Verlag (Liliane Studer) und im 2020 gegründeten Verlag sechsundzwanzig (Jil Erdmann). Weshalb braucht es feministische Verlage – damals wie heute? Was sind die Herausforderungen für Verlegerinnen und welche schreibenden Pionierinnen gibt es zu entdecken?
Liliane Studer (*1951) ist Lektorin, Literaturvermittlerin und Publizistin. Viele Jahre war sie in der Verlagswelt tätig: Sie leitete unter anderem den eFeF-Verlag, war Co-Verlegerin beim Limmat Verlag und Lektorin beim Dörlemann Verlag.
Jil Erdmann (*1994) ist gelernte Buchhändlerin und war an unterschiedlichen Orten in der Buch- und Verlagsbranche tätig. Sie ist Gründerin, Verlegerin und Geschäftsführerin des Verlags sechsundzwanzig.
Im kleinen Kreis eines Tischgesprächs tauschen sich Liliane Studer und Jil Erdmann zu ihren Erfahrungen aus und geben uns fundierte Einblicke in die Welt des feministischen Verlegens.
Öffentlicher Anlass, doch der Platz ist beschränkt. Damit wir das Abendessen planen können, danken wir für Ihre Anmeldung bis 2. April: info@litar.ch
Unkostenbeitrag Tavolata (einfaches Abendessen): CHF 15.–
Galerie Litar
Letzistrasse 23, CH-8006 Zürich
info@litar.ch | Tel. +41 44 291 99 00
Bild: Plakat «Schriftwechsel – Frauen und Literatur», 1988, Grafik: Esther-Lisette Ganz | Gosteli-Archiv, AGoF 298-67
Di 14. April 2026 | 19.00–20.00 Uhr
«Im Kopf von F.G.» – Gespräch zu Friedrich Glauser
Mit Christa Baumberger und Salome Hohl
Cabaret Voltaire Zürich
Aktuell ist im Cabaret Voltaire die Poster-Serie «Im Kopf von F. G.» des Künstlers Vinzenz Meyner zu sehen. Diese setzt sich mit dem Schriftsteller Friedrich Glauser auseinander – genauer mit dessen Roman «Matto regiert», einem der bekannten «Wachtmeister-Studer»-Romane. In «Matto regiert» – «matto» steht im Italienischen für «verrückt» – analysiert Glauser nüchtern die Anfänge der modernen Psychiatrie. Eine Welt, die er aus eigener Erfahrung kannte: Sein Lebenslauf war geprägt von Morphiumsucht, wiederholten Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken, Delikten, Entmündigung und Armut.
Salome Hohl, Direktorin Cabaret Voltaire, spricht mit der Glauser-Expertin Christa Baumberger über Glauser und sein Verhältnis zu Psychiatrie, Psychoanalyse und psychoaktiven Substanzen.
Mehr Infos Veranstaltung: Cabaret Voltaire
Zur Ausstellung: Im Kopf von F.G.
Cabaret Voltaire
Spiegelgasse 1
8001 Zürich
info@cabaretvoltaire.ch | 043 268 08 44
Bild: Friedrich Glauser, Ascona 1919. Schweizerisches Literaturarchiv Bern. Fotograf unbekannt.
Do 28. Mai 2026 | 19.00–21.00 Uhr
Pionierinnen – Generationengespräche #02
Mariella Mehr: mit Marianne Pletscher und Anna Ruchat
Galerie Litar Zürich
Wir laden zur Tavolata in die Galerie Litar ein. Eine lockere Tischrunde mit wechselnden Gästinnen, Generationengesprächen und Gerichten. Jeder Abend ist einer schreibenden Pionierin gewidmet.
«Ich tauge nicht fürs moderate Schreiben», so Mariella Mehr (1947–2022). Als Jenische wurde sie zwangsweise von ihrer Mutter getrennt und wuchs bei Pflegeeltern, in Heimen und Internaten auf. In ihrer Arbeit als Reporterin und Schriftstellerin beleuchtete sie streitbar, aber immer sprachsensibel die Ränder der Gesellschaft, schrieb über Gewalt, Macht und Widerstand. 1997 emigrierte sie nach Italien, wo sie bis 2014 lebte. Mehr gilt als zentrale Stimme der Schweizer Literatur und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Im kleinen Kreis eines Tischgesprächs sprechen Marianne Pletscher und Anna Ruchat über Mariella Mehr: ihr Leben, ihr Werk und ihre Bedeutung für die Schweizer Literatur.
Marianne Pletscher ist Dokumentarfilmerin und Autorin. Ihr Augenmerk gilt den Brüchen in unserer Gesellschaft. In ihren Arbeiten hat sie sich intensiv mit Leben und Werk von Mariella Mehr auseinandergesetzt.
Anna Ruchat ist Schriftstellerin und Literaturübersetzerin. Sie hat Mariella Mehr ins Italienische übersetzt und deren Werk so einem internationalen Publikum zugänglich gemacht.
Zur Einstimmung: Nach der Anmeldung bekommen Sie eine Auswahl an Gedichten und kurzen Texten von Mariella Mehr (PDF).
Öffentlicher Anlass. Der Platz ist beschränkt. Damit wir das Abendessen planen können, danken wir für Ihre Anmeldung bis 21. Mai: info@litar.ch
Unkostenbeitrag Tavolata (einfaches Abendessen): CHF 15.–
Galerie Litar
Letzistrasse 23, CH-8006 Zürich
info@litar.ch | Tel. +41 44 291 99 00
Bild: Mariella Mehr, Foto: Ayse Yavas
Di 16. Juni 2026 | 19.00–21.00 Uhr
Pionierinnen – Generationengespräche #03
Alfonsina Storni und Hildegard Keller
Galerie Litar Zürich
Wir laden zur Tavolata in die Galerie Litar ein. Eine lockere Tischrunde mit wechselnden Gästinnen, Generationengesprächen und Gerichten. Jeder Abend ist einer schreibenden Pionierin gewidmet.
«In den grossen Frauen ruht das Universum», schreibt Alfonsina Storni (1892–1938). Im Tessin geboren, emigrierte sie als Kind mit ihrer Familie nach Argentinien und schlug sich dort erfolgreich als Aktivistin, Journalistin, Autorin und Theaterfrau durch. Die alleinerziehende Mutter war die einzige Frau in der argentinischen Öffentlichkeit. Die Freidenkerin, Feministin und Wegbereiterin der lateinamerikanischen Avantgarde war in der Schweiz höchstens als Lyrikerin bekannt – bis zur Entdeckung durch Hildegard Keller. Sie ist Herausgeberin, Übersetzerin und Biografin von Alfonsina Storni (Edition Maulhelden, 2020–2024).
Im kleinen Kreis eines Tischgesprächs gewährt uns Hildegard Keller fundierte Einblicke in das «Leben und Weiterleben der Alfonsina Storni».
Hildegard Keller lehrt Literatur, autobiografisches Schreiben und ist als Literaturkritikerin aus dem Fernsehen bekannt (Bachmannpreis, Literaturclub SRF). 2021 erschien ihr Hannah-Arendt Roman «Was wir scheinen», 2022 feierte ihr Film «Brunngasse 8» Premiere. Ihre Storni-Biografie wurde mit dem Gold Award ICMA ausgezeichnet. Nach Abschluss der sieben Bücher für Alfonsina Storni ist Hildegard nun frei für Neues. Mehr: Hildegard Keller | Edition Maulhelden
Zur Einstimmung: Nach der Anmeldung bekommen Sie eine Auswahl an Gedichten und kurzen Texten von Alfonsina Storni (PDF).
Öffentlicher Anlass, doch der Platz ist beschränkt. Damit wir das Abendessen planen können, danken wir für Ihre Anmeldung bis 9. Juni: info@litar.ch
Unkostenbeitrag Tavolata (einfaches Abendessen): CHF 15.–
Galerie Litar
Letzistrasse 23, CH-8006 Zürich
info@litar.ch | Tel. +41 44 291 99 00
Bild: Alfonsina Storni | Edition Maulhelden
Fr 3. Juli 2026 | 17.00–21.00 Uhr
Gartenparadies Litar – Verena Stefan
Mit Esther Spinner und Anke Caroline Burger
Galerie Litar Zürich
Wir läuten den Sommer ein: herzlich willkommen zu einem literarischen Abend im Gartenparadies Litar. Eine Femmage an die Autorin Verena Stefan (1947–2017) und ihren Garten in Kanada. Mit ihrem Kultbuch «Häutungen» (1975) war sie eine feministische Pionierin und daneben auch eine leidenschaftliche Gärtnerin. Die befreundete Autorin Esther Spinner übertrug ausserdem ihre Begeisterung für Anagramme auf Verena Stefan. Mit Lesungen, Erinnerungen, Pflanzenprojektionen und Buchstabenbildern. Das Publikum hat selbst Gelegenheit, kleine Anagramm-Bilder herzustellen. Ein sommerlicher Abend, umrahmt von einem kühlen Apero.
Die Autorin Esther Spinner und die Übersetzerin Anke Caroline Burger lesen Gartentexte aus Verena Stefans Memoir «Ein Riss im Stoff des Lebens» (Nagel & Kimche 2021) und erzählen von ihrer Freundschaft mit Stefan. Begleitet von Gartenprojektionen der Fotografin Katrin Simonett.
Anagramm-Atelier mit der Autorin Esther Spinner und Apéro ab 17 Uhr. Programm um 18.30 Uhr.
Eintritt: CHF 15.–
Anmeldung per Mail: info@litar.ch
Die Anmeldung erleichtert die Planung, spontane Gäste sind ebenfalls sehr willkommen.
In Kooperation mit Übersetzerhaus Looren
Galerie Litar
Letzistrasse 23, CH-8006 Zürich
info@litar.ch | Tel. +41 44 291 99 00
Bild: Verena Stefan, 2013, Foto: Katrin Simonett